Das Mikrobiom – die komplexe Biozönose

Das Mikrobiom des Menschen ist eine hochkomplexe Biozönose. Bis zu 100 Billionen Bakterien bevölkern einen einzelnen Menschen. Die große Mehrheit davon lebt im Darm.

Damit bestehen wir aus 100x mehr Bakterien als Körperzellen. All diese Mikroorganismen stehen miteinander in einem geregelten Austausch und bilden gemeinsam die Biozönose. Daher sollten Bakterien des Mikrobioms niemals nur isoliert betrachtet werden, sondern immer in einem gesamtheitlichen Zusammenhang.

Die große Mehrzahl dieser Bakterien kann mit konventionellen Methoden wie der Kultivierung nicht nachgewiesen werden. Schätzungen gehen von bis zu 99 % an nicht-kultivierbaren Bakterien im menschlichen Körper aus.

Unsere Leistungen

Wir unterstützen Unternehmen in der Mikrobiomforschung mit professionellem Know-how und innovativen Produkten, Technologien und Problemlösungen.

FISH-Technologie

Die FISH-Technologie ist im Europäischen Arzneibuch in Kapitel 5.1.6. beschrieben. Mit der Anwendung dieser Methode ist eine spezifische Identifizierung und Quantifizierung lebender Mikroorganismen direkt im Probenmaterial möglich. Mit der VIT® Gensondentechnologie haben wir einen industriellen Standard für FISH entwickelt.

Technologieportfolio

Wir arbeiten mit einem breit gefächerten Technologieportfolio, bestehend aus FISH, Flow VIT® und anderen leistungsstarken und alternativen Methoden, um die bestmögliche Vorgehensweise für ihre Aufgabenstellung zu verwenden.

Mikrobiologisches Know-how

Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Bereich Biozönosen, direkter Mikrobiologie und komplexen Proben hat vermicon das Know-how, um die passenden Lösungen für Sie zu finden. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und schildern Sie uns Ihre Problemstellung.

Unsere Kunden

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„Die Bedeutung der Bakterien für unsere Gesundheit wird immer deutlicher. Probiotische Arzneimittel eröffnen neue Wege im Kampf gegen Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Atemwegserkrankungen und gastrointestinale Erkrankungen. In diesem Sinne gilt es für die SymbioPharm GmbH, alle Aktivitäten von der Forschung bis hin zum fertigen Produkt konsequent und kontinuierlich auszubauen, neue Wege zu suchen und ungewöhnliche Behandlungen zu finden.

Dabei ist die vermicon AG seit mehr als zwei Jahrzehnten unser begleitender, zuverlässiger Partner in der Forschungsentwicklung und Qualitätssicherung unserer Produkte. Mit den angebotenen innovativen Methoden, dem mikrobiologischen Know-how und der professionellen Arbeitsweise haben wir genau den Partner gefunden, der zu uns passt. Dabei ist auch der schnelle und vertrauensvolle Austausch mit unserem direkten Ansprechpartner und dem gesamten Team der Garant für eine unkomplizierte und erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Dr. Kurt Zimmermann, Chief Security Officer (CSO), SymbioPharm GmbH

Bedeutung des Mikrobioms

Die moderne Forschung zeigt, dass die Bedeutung des Mikrobioms in den vergangenen Jahrzehnten stark unterschätzt wurde. Tatsächlich scheinen die Bakterien nicht nur Einfluss auf die Verdauungsvorgänge zu haben, sondern wirken auf viele Bereiche der Gesundheit ein. Aufregende Ergebnisse aus der Forschung zeigen, dass z.B. auch die Psyche massiv von dem Mikrobiom beeinflusst wird.

Der menschliche Organismus

Die bisherige Definition eines menschlichen Organismus als „Gesamtheit aller Körperzellen“ ist stark ins Wanken geraten. Denn die Mikroorganismen mit ihrem gewaltigen Genpool führen zunehmend zu einer Verwischung der bisherigen klaren Grenzen. Bisher hieß es: der menschliche Körper, der mit Bakterien besiedelt ist. Nun werden die Grenzen weiter gefasst werden müssen, denn der menschliche Körper ist nicht nur auf die Körperzellen angewiesen, sondern auch auf seine Mikroorganismen. Daher wird der Mensch definiert als die Gesamtheit seiner Körperzellen und der Bakterien, da er aus beidem besteht. Das ist letztendlich nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass gemäß der Endosymbiontentheorie jede Körperzelle durch eine Fusion aus Eukaryonten und Prokaryonten entstanden ist, in der die Bakterien als Mitochondrien für die essenzielle Funktion der Zellatmung verantwortlich sind.

 

Direkte Mikrobiologie

Nicht-kultivierbare Bakterien als dominierende Mehrheit der Mikroorganismen im Mikrobiom können am besten mit Methoden der direkten Mikrobiologie analysiert werden. Hierbei wird auf eine Kultivierung verzichtet. Die Zelle bleibt intakt und kann so identifiziert und quantifiziert werden.