Wein mit oder ohne Brett?
Der Testkit CyFlow™ BrettCount ermöglicht die schnelle und zuverlässige Qualitätskontrolle in allen Stufen der Weinherstellung, von der Fermentation bis zum abgefüllten Produkt. Die Auswertung erfolgt vollkommen automatisiert mittels Durchflusszytometrie. Eine Identifizierung und Quantifizierung der vitalen Brettanomyces bruxellensis Zellen liegt in wenigen Minuten vor. Somit können diese schnell, sicher und hochspezifisch detektiert werden, um mögliche Weinfehler wie Trübungen und unangenehmen Geruch zu vermeiden.
Ihre Vorteile
direkte, kultivierungsunabhängige Analyse | |
nur lebende Brettanomyces bruxellensis werden erfasst | |
automatisiertes Auslesen der Ergebnisse | |
niedrige Nachweisgrenze | |
perfekt für Routineanalysen | |
höchste Spezifität |
Produktspezifikationen
| Nachweis von | Brettanomyces bruxellensis / Dekkera bruxellensis |
| Proben, die u.a. untersucht werden können | Wein und alle Stufen der Weinherstellung |
| Technologie | Flow VIT® |
| Auswertung | mittels Durchflusszytometer |
| Art der Analyse | qualitativer und quantitativer Nachweis |
| Zusatzleistungen | automatischer PDF-Report |
| Dauer der Auswertung | 3 Minuten pro Probe |
| Lieferumfang | Analysereagenzien Produkthandbuch |
| Packungsgröße | 50 Analysen |
Partnerschaft mit Sysmex
Der Testkit CyFlow™ BrettCount wurde in enger Zusammenarbeit mit Sysmex Partec GmbH, den Pionieren der Durchflusszytometrie, entwickelt. Durch diese Partnerschaft schaffen wir effektive und kostengünstige Lösungen für die industrielle Mikrobiologie und heben die mikrobiologische Qualitätskontrolle auf ein höheres Niveau.
Der Vertrieb von CyFlow™ Cube 6 und CyFlow™ BrettCount erfolgt über die zuständigen Vertriebsstellen der Sysmex Corporation.
Methoden zur Analyse von Brettanomyces / Dekkera im Vergleich
Mit CyFlow™ BrettCount wird die Hefeart Brettanomyces bruxellensis schneller und einfacher als mit herkömmlichen, kultur-basierten Methoden nachgewiesen. Auch lebensfähige aber nicht kultivierbaren Hefen (VBNC) werden spezifisch identifiziert und quantifiziert. Bei der Analyse mit CyFlow™ BrettCount spielen Hemmstoffe im Probenmaterial im Unterschied zu anderen molekularbiologischen Methoden keine Rolle. Dank der VIT® Gensondentechnologie werden nur lebende Mikroorganismen erfasst. Falsch-negative wie auch falsch-positive Ergebnisse werden vermieden.
Warum verursachen Brettanomyces Weinfehler?
Brettanomyces bruxellensis (kurz: „Brett“), auch bekannt als Dekkera bruxellensis, ist eine Hefepilz, welche die im Wein vorhandenen Tannine zu flüchtigen Phenolen reduziert und unerwünschte Verbindungen wie das 4-Ethylphenol und das 4-Ethyl-Guajacol bildet. Rotweine mit hohem Tanningehalt oder einige Naturweißweine sind aus diesem Grund von Trübungen und dem Weinfehler häufig betroffen.
Die nach einer Kontamination mit der Hefe freigesetzten Fehltöne duften animalisch und werden im Wein oft mit einem Geruch nach Stall, Leder, Tee oder „nassem Fell“ und „Pferdeschweiß“ verglichen. In geringen Konzentrationen können die freigesetzten Ethylphenole jedoch als angenehm empfunden werden. Weinkenner bezeichnen diese leichten Brett-Töne (rauchig, lederartig, würzig) bei Rotweinen im oberen Preissegment auch als Qualitätsmerkmal.
Woher kommt die Kontamination?
Der Hefeart Brettanomyces ist alkoholtolerant, an der alkoholischen Gärung des Weines aber nicht beteiligt. Der Brett-Geruch entsteht erst bei der Reifung in Holzfässern. Eine Kontamination der Wein-Produktionskette kann bereits durch die Rohmaterialien (Trauben und Most) erfolgen. Zudem ist Brettanomyces bruxellensis eine sporenbildende Hefepilz. Gebrauchte Fässer, mangelnde Hygiene sowie geringer Schwefeleinsatz oder der Verzicht auf Filtration können eine Verunreinigung und Trübungen des Endproduktes begünstigen.