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Nachweis von Fadenbakterien

VIT® Haliscomenobacter erlaubt den spezifischen Nachweis von Haliscomenobacter hydrossis direkt in Abwasserproben. Das gram-negative Filament Haliscomenobacter hydrossis verursacht Probleme wie Bläh- und Schwimmschlamm sowie Schaumbildung in der biologischen Abwasserreinigung. Mit Hilfe des VIT® Schlüssels können die Bakterien quantifiziert werden. Veränderungen innerhalb der Population können dadurch kontinuierlich verfolgt werden.

Durch Integration des Produktes in ein Frühwarnsystem können auf diese Weise erhebliche Mengen an Chemikalien eingespart werden.

Ihre Vorteile

Die VIT® Technologie ermöglicht den gezielten Nachweis einzelner Mikroorganismen auf Populations-, Genus- oder Speziesebene. Durch den Einsatz hochspezifischer, rRNA-basierter Gensonden wird eine eindeutige Identifizierung des Zielorganismus direkt in der Probe gewährleistet.

Die Technologie ermöglicht die direkte Quantifizierung der Zielorganismen in der Probe. Mit der VIT® Vision Software lässt sich die Populationsentwicklung filamentöser Organismen wie etwa Microthrix parvicella oder Nostocoida limicola II nachvollziehen und im Zeitverlauf zuverlässig verfolgen. So werden bereits geringfügige Veränderungen in der Dichte dieser Fadenbakterien sichtbar, noch bevor sich erste Auffälligkeiten wie Bläh- oder Schwimmschlamm zeigen. Das erlaubt ein vorausschauendes Eingreifen — etwa durch gezielte Prozessanpassung oder gezielten chemischen Einsatz — noch bevor umfangreiche Chemikalien-Dosierungen notwendig werden. Dadurch lassen sich Chemikalien-mengen reduzieren, Betriebskosten senken und zugleich die Stabilität des Kläranlagenprozesses langfristig sichern.

Die Analyse erfolgt ohne aufwendige Probenaufreinigung oder Anreicherung: Die Mikroorganismen werden direkt in Belebtschlamm- oder anderen Umweltproben hybridisiert und anschließend mikroskopisch ausgewertet. Damit bleibt die natürliche Matrix erhalten – ein großer Vorteil gegenüber Methoden, die auf Zellisolierung oder DNA-Extraktion basieren.

Die VIT® Gensonden hybridisieren nur mit intakten, metabolisch aktiven Zellen, da nur diese über ausreichende Mengen ribosomaler RNA verfügen. So werden ausschließlich lebende Haliscomenobacter hydrossis nachgewiesen, während tote oder inaktive Zellen ausgeschlossen bleiben. 

Im Gegensatz dazu weist die PCR lediglich DNA nach, unabhängig davon, ob die Zelle lebt oder bereits abgestorben ist. Dadurch können bei PCR-Analysen auch tote Zellen erfasst werden, was zu einer erheblichen Überschätzung der tatsächlichen biologischen Aktivität führen kann – besonders problematisch in Prozessen wie der Nitrifikation, bei denen das funktionale Potenzial entscheidend ist.

 

Vom Probenzug bis zur Auswertung vergehen je nach Setup nur wenige Stunden. Die Hybridisierung ist standardisiert, die Analyse erfolgt mittels Fluoreszenzmikroskopie und ist auch vor Ort in Routineumgebungen durchführbar. Die Auswertung und anschlieden Quantifizierung kann mit der Hilfe des VIT® Vision Softwares einfach durchgeführt werden. 

Die Testkits sind benutzerfreundlich aufgebaut und lassen sich mit minimalem Schulungsaufwand in bestehende Laborabläufe integrieren. Die Detektion erfolgt mittels Fluoreszenzmikroskopie und erfordert keine komplexe Gerätschaft oder spezielle Softwarelösungen. Dadurch ist die Methode besonders robust und anwenderunabhängig durchführbar.

Produktspezifikationen

Nachweis vonHaliscomenobacter hydrossis
Proben, die u.a. untersucht werden könnenSchlammproben (direkt)
TechnologieVIT® Gensondentechnologie
Auswertungmittels VIT® adaptiertem
Fluoreszenzmikroskop
Art der Analysedirekter, qualitativer & quantitativer Nachweis
LieferumfangAnalysereagenzien
Produkthandbuch
Packungsgröße25 Analysen

 

Handhabung und Analyse

Die Probenvorbereitung erfolgt mit einem VIT® adaptierten Fluoreszenz-Miskroskop. Im Phasenkontrast sind alle Bakterien sichtbar. Haliscomenobacter hydrossis leuchtet spezifisch rot.

Sie können Ihre Probe auch bei uns im Haus analysieren lassen: 

Laboranalytik Haliscomenobacter

Lassen Sie Ihren Schlamm auf fädige Bakterien untersuchen:

Filaments PLUS  oder   VIT® for Filaments

 

Warum ist das mikrobiologische Monitoring so wichtig?

Fadenbakterien wie Microthrix parvicella, Typ 021N und andere filamentöse Organismen sind ein natürlicher Bestandteil der Biozönose in Kläranlagen. In kontrollierten Mengen sind sie harmlos – sie helfen sogar bei der Flockenbildung. Doch unter bestimmten Bedingungen, wie erhöhtem Fettanteil im Zulauf oder unzureichender Sauerstoffversorgung, können sie sich übermäßig vermehren. Das Resultat: Bläh- und Schwimmschlamm.

Die VIT® Gensondentechnologie ermöglicht die präzise Identifizierung und Quantifizierung von Mikroorganismen direkt im Abwasser. Durch das mikrobiologische Abwassermonitoring lassen sich Maßnahmen gezielt steuern, Fällmittel optimal dosieren und Blähschlamm präventiv vermeiden.

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